Tolle Auszeichnung im Jubiläumsjahr 

DJK Kleinenberg wird im WestDerby Zukunft für Nachhaltigkeit prämiert 

Sich seiner Tradition bewusst und dennoch stets den Blick nach vorn gerichtet – das hat sich der Sportverein auf die Fahne geschrieben. Zum 90-jährigen Jubiläum kann der Verein auf viele Errungenschaften und Erfolge zurückblicken. Ein ums andere Mal haben die Blau-Weißen sportlich Zeichen gesetzt sind neue Wege gegangen: ob Karneval, überkreislicher Fußball, Frauenfußball, Gardetanz, Yoga, Bogenschießen oder Sommer-Biathlon. Seit einigen Jahren beweist der SVDJK seine Innovationskraft auch abseits des Feldes oder der Bühne und begegnet den großen Herausforderungen mit einer energetischen und infrastrukturellen Neuausrichtung.

Die Kleinenberger Sportler gehörten zu den ersten der Region, die eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb nahmen. Es folgten die Grundsanierung des Sportheims, die Installation einer Solarthermie-Anlage, die Regenwasser-Zisterne zur Rasenbewässerung und jetzt aktuell die Inbetriebnahme der CO2-neutralen Hackschnitzelheizung. Zudem setzte man mit der Aktion „Gesunde Kiste“, den Hochbeeten am Vereinsheim oder dem Sonnenblumenpflanzen ökologische Zeichen. Für dieses Engagement wurde der Verein im Jahr 2019 bereits mit dem 3. Platz beim Wettbewerb „KlimaSieger“ gewürdigt.

Jetzt kam eine weitere Auszeichnung hinzu. Im „Malkasten“ in Düsseldorf wurden am Abend des 21. Septembers im ersten Finale des Wettbewerbs „WestDerby Zukunft“ mit dem SC Paderborn 07, dem TSC Eintracht Dortmund, der FC Hertha Bonn und dem SuS Phönix Dortmund 09 vier Sportvereine für ihre inspirierenden Nachhaltigkeitsprojekte ausgezeichnet.Der SV DJK Kleinenberg erreichte in der Kategorie „Mittelgroße Verein“ hinter dem FC Hertha Bonn den 2. Rang. Der Klub aus der Beethoven-Stadt war ökologisch/energetisch ähnlich aufgestellt wie die Kleinenberger, konnte aber zusätzlich mit einer Vielzahl an sozialen Projekten punkten.

Der Wettbewerb wurde zum ersten Mal von RENN.west durchgeführt und ist Teil der Kampagne „Ziele brauchen Taten“, die Nachhaltigkeit im Sport stärkt. Die Nominierten sowie die Gewinner wurden von einer Fachjury aus rund 100 Bewerbungen ausgewählt.RENN.west ist die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West, ein Netzwerk des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Am Nachmittag konnten die Nominierten ihre Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im Verein nochmals im Rahmen der Zukunftskonferenz „Aufstieg in die Erste Liga Nachhaltigkeit“ von RENN.west präsentieren – vor rund 80 Teilnehmenden aus verschiedenen Sport- und Nachhaltigkeitskontexten. Oliver Mehring und Frank Brüß vertraten den Sportverein bei der Veranstaltung. „Mit unseren Projekten im Bereich der Nachhaltigkeit wollen wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Zukunftsfähigkeit unseres Vereins sicherstellen. Darüber hinaus bringen wir mit diesen übergeordneten Zielen viele Menschen zusammen und stärken unsere Gemeinschaft und das Ehrenamt. Im besten Falle schaffen wir es, Vorbild zu sein und andere für diese Themen und Konzepte zu begeistern“, erklärte Frank bei der Präsentation. Moderator und 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster lobte am Abend die „tolle Performance, die ihr heute hingelegt habt.“ Als Laudatoren traten Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann und Zehnkampf-Silbermedaillengewinner Frank Busemann auf die Bühne. „Beide Vereine sind Überzeugungstäter und zeigen, dass man auch im Kleinen extrem viel bewegen kann“, so Busemann in seiner Rede zum FC Hertha Bonn und zum SV Kleinenberg.